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Vom Labor aufs Feld: Abrundung der Studienreise nach Deutschland

Drei Tage lang besuchten wir Forschungseinrichtungen und Produzent*innen, die Wissenschaft und Praxis für eine nachhaltige Landwirtschaft verbinden. Bei jedem Besuch stellten wir den Deutsch‑Uruguayischer Fachdialog Agrar (DAUA) als Bindeglied zwischen Uruguay und Deutschland vor und stärkten so die Zusammenarbeit in diesem Austausch.

Leibniz‑Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), Müncheberg
Gemeinsam mit Kolleg*innen des ZALF tauschten wir uns zur Modellierung von organischem Bodenkohlenstoff (SOC) aus Deutschland und Uruguay (INIA und MGAP) aus, die Wissenschaft und öffentliche Politik miteinander verbinden, sowie zur EU‑Bodenschutzpolitik und Kohlenstoffmanagement sowie dem Potenzial von Digitalisierung, Robotik und künstlicher Intelligenz aus und beobachteten zwei Feldroboter in Aktion.

Julius Kühn‑Institut (JKI), Institut für Strategien und Folgenabschätzung, Klein Machnow
Verschiedene Aspekte von gemeinsamem Interesse rund um das Thema Bodengesundheit, Kohlenstoff und Klima wurden ausgetauscht. So z.B.
• Kontext in Uruguay (INIA und MGAP)
• Projekte zur Humusbildung in Spezialkulturen
• KlimaFFolgen‑Webtool für Fruchtfolgen
• Potenzial von Agroforstsystemen im Klimawandel
• Herausforderungen und Chancen von Grasland/Weiden in einem sich wandelnden Klima.
Zum Besuch gehörte auch ein Abstecher in die Klimakammern in denen Untersuchungen zu Lupinen und Quinoa durch Wissenschaftler*innen des JKI durchgeführt werden. 
Am Nachmittag besuchten wir einen Landwirt (Mark Dümichen) in Lichterfelde, einem kleinen Ort in der Gemeinde Niederer Fläming, der ein Vorreiter der regenerativen Landwirtschaft in Deutschland ist: Er vereint seit mehreren Jahren erfolgreich Direktsaat, Zwischenfrüchte, Agroforstwirtschaft und Kompostierung.

Leibniz‑Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), Potsdam
Im ATB, das als führendes Zentrum für angewandte Forschung gilt, das Lösungen für eine nachhaltige Agrar‑ und Ernährungsbioökonomie entwickelt,  erfuhren wir mehr über deren Agenda zu Ökosystemleistungen, Reduzierung von Treibhausgasen (THG) und Digitalisierung und besuchten das Biokohlelabor. Des Weiteren teilte ein Kollege aus dem Bereich „Unternehmensberatung Landwirtschaft Deutschland“ der IAK Agrar Consulting GmbH Leipzig, seine Beratungserfahrungen mit landwirtschaftlichen Betrieben.

Der Tag, und damit auch die Studienreise als solche, endete mit einem Besuch des Betriebs Sanddorn‑Garten Petzow, der sich dem Anbau und der Vermarktung des Nischenprodukt Sanddorn widmet. Nach einem Besuch der Anbaufläche und den Besonderheiten des Agrarprodukts, lernten wir über die vielfältige Verarbeitungsmöglichkeiten und -märkte von Sanddorn.

Ein Rückblick auf die Reise zeigt auch in diesem Jahr, die Bedeutung und den Wert des Austauschs nicht nur zwischen Nationen sondern auch zwischen Wissenschaft, öffentlicher Politik und Produktion bzw. Praxis, um gemeinsam eine Landwirtschaft mit gesunden Böden und Resilienz gegenüber dem Klimawandel zu erreichen.

Wir danken allen gastgebenden Institutionen, Forscher*innen, Produzent*innen und Teilnehmenden, die diesen Austausch möglich gemacht haben. Ebenso danken wir allen Mitgliedern der Delegation für ihr Teilnahme und Interesse.

Seitens DAUA werden wir weiterhin die Zusammenarbeit zwischen Uruguay, Deutschland und international für eine resiliente und nachhaltige Landwirtschaft fördern.
 

05.11.2025