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Wissenschaftlerinnen aus Deutschland und Uruguay arbeiten Hand in Hand

Im Rahmen des Micro2Health-Projekts, Komponente 1 des Deutsch-Uruguayischen Fachdialogs Agrar (DAUA), dessen Ziel darin besteht, bewährte Verfahren zur Nutzung des positiven Potenzials des Bodenmikrobioms zu erforschen, um gesunde Böden und klimaresistente Agrarökosysteme zu erhalten, haben sich Mitglieder beider Teams in Uruguay zusammengefunden.

Die Wissenschaftler Simon Lewin und Niklas Plag vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Deutschland besuchten zusammen mit Carolina Leoni und Mariana Urraburu vom INIA Uruguay die Langzeitexperimente von INIA in dessen Forschungsstationen „Las Brujas“ und „Treinta y Tres“. Während ihrer Arbeit Hand in Hand im Labor und im Feld, definierten sie gemeinsam Verfahren zum Sammeln und Verarbeiten von Boden- und Pflanzenproben und stellten so eine standardisierte Methodik ihrer gemeinsamen Arbeit in beiden Ländern sicher.

In den folgenden Arbeitsschritten, werden nun die aus den Boden- und Pflanzenproben gewonnenen Mikroorganismen gemäß den Richtlinien des Nagoya-Protokolls zur Charakterisierung und Bewertung sowie zur Auswahl der vielversprechendsten Mikroorganismen nach Deutschland geschickt. Diese Proben werden dann in kontrollierten Umgebungen analysiert: in Gewächshäusern mit deutscher Erde und in Uruguay mit Erde aus „Las Brujas“ und „Treinta y Tres“. Abschließend werden die vielversprechendsten Mikroorganismen in Uruguay im Feld getestet. 

Während seines Aufenthaltes stellte Simon Lewin (JKI) im Rahmen eines Seminars den Verlauf und die Ergebnisse von Micro2 Health unter dem folgenden Titel vor: “Development of versatile inocula adapted from native microbiota to support soil and crop health”.
Das Seminar bot die Gelegenheit für Fragen und den Austausch mit dem Publikum.

Die Arbeit von Micro2Health stellt einen wichtigen Fortschritt in der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit zwischen Uruguay und Deutschland hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft dar, da davon auszugehen ist, dass die Ergebnisse dieser Forschung dazu beitragen werden, die Bodengesundheit zu verbessern und den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln langfristig zu reduzieren. 

Bilder: INIA, JKI und DAUA  

07.03.2025