Modellierung des Bodenkohlenstoffs: Austausch internationaler Erfahrungen und gegenseitiges Lernen
Vom 6. bis 9. Mai 2025 fand ein internationaler Workshop zum Thema “Simulationsmodelle zur Bestimmung des Kohlenstoffbestands im Boden“ statt. Ausgerichtet wurde dieser durch das FONTAGRO-Projekts (Regionaler Fonds für Agrartechnologie) mit dem Titel ”Möglichkeiten der Kohlenstoffbindung in Lateinamerikanischen und karibischen Böden“. Dieses Projekt wird durch die Agrarforschungseinrichtungen in Länder Uruguay, Argentinien, Chile, Kolumbien, Costa Rica und den USA umgesetzt.
Der Workshop, der in einem hybriden Format von INTA Argentinien und INIA Uruguay ausgerichtet wurde, präsentierte verschiedene Kohlenstoff-Kalkulationsmodelle wie DAYCENT, CYCLES und ROTH-C und kombinierte theoretische Präsentationen mit praktischen Übungen.
Der Deutsch-Uruguayische Fachdialog Agrar (DAUA) beteiligte sich an dieser Veranstaltung mit zwei deutschen Experten des Thünen-Instituts (Institut für Agrarklimaschutz): Dr. Christopher Poeplau und Dr. René Dechow. Beide trugen zum Training mit Roth-C bei und teilten wissenschaftliche Fortschritte in der Bodenkohlenstoffmodellierung und Erfahrungen aus Deutschland aus.
An den Folgetagen, dem 12. und 13. Mai 2025, vertiefte DAUA den Austausch und das Training durch die beiden Deutschen Experten Ch. Poeplau und r. Dechow des Thünen Instituts, im Rahmen eines zielorientierten, interaktiven und hands-on-Workshops: "Modellierung von Bodenkohlenstoff - Erfahrungen aus Deutschland und Uruguay für die Integration eines Kalkulationsmodells in die uruguayischen Bodennutzungspläne (PUMRS)“.
Teilnehmende aus den Teams des Ministeriums für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei (MGAP), des INIA Uruguay und der Agrarfakultät (Fagro) der Universität der Republik Uruguay (Udelar) lernten die Funktionsweise des ROTH-C-Modells als auch AMG, auf Basis von Soil R, mit realen Daten aus Uruguay kennen. Dieses Training zielt darauf ab, das uruguayischen Team und DAUA bei der Bewertung und Auswahl eines geeigneten Kohlenstoffmodells zu unterstützen, das in die existierenden Vorgaben zur verantwortungsvollen Nutzung und Bewirtschaftung von Böden (PUMRS) in Uruguay aufgenommen werden soll.
Beide Veranstaltungen zielten darauf ab, die technischen Kapazitäten zu stärken und den Austausch zwischen lateinamerikanischen und deutschen Institutionen zu fördern, indem Wissenschaft, öffentliche Politik und internationale Zusammenarbeit integriert wurden.
Wir danken FONTAGRO, INTA, INIA, MGAP, Fagro, dem Thünen-Institut und allen Teilnehmenden für ihr Engagement.
Bilder: DAUA